Arbeitsrecht

Das Arbeitsrecht umfasst grundsätzlich die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf Grundlage eines Arbeitsvertrages. Ein solches durch den Arbeitsvertrag begründetes Arbeitsverhältnis kann sowohl im privatrechtlich als auch im öffentlich-rechtlichen Bereich bestehen. Da privatrechtliche Arbeitsverträge meist individuellere Gestaltung finden als öffentlich-rechtlichen Arbeitsverträge, ist die Spannbreite für Verhandlungen und Ausgestaltung dieser Veträge wesentlicher breiter. Umso mehr kann ein angehender Arbeitnehmer auch bei seiner persönlichen Vetragsgestaltung übersehen, wenn es um vermeintlich nebensächliche Details der Arbeitsbedingungen geht. Überwiegend wird als Mittelpunkt der Vetragsgestaltung die Lohn-/Gehaltszahlung und das Arbeitspensum betrachtet. Entscheidende Punkte bei Vertragsverhandlungen sind aber auch die Bedingungen, die bei unvorhergesehenen Vorkommnissen eintreten. Dies umfasst insbesondere das Aufrechterhalten des Arbeitsverhältnisses bei länger anhaltendem Krankheitsfall und die damit verbundene Lohnfortzahlung zum Existenzschutz bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit. Hiermit verbunden sind auch die Kündigungsschutzbestimmungen, die Wiedereingliederung in den Betrieb und weitere Faktoren.
Auch über die Gestaltung eines Arbeitsvertrages hinaus muss der Arbeitnehmer z.B. beim Wechsel des Arbeitgebers nach erfolgter Kündigung (von welcher Seite auch immer) die Möglichkeit haben, auch nach einem unliebsamen Arbeitsverhältnis ein angemessenes Arbeitszeugnis zu erhalten, um sich zukünftigen Arbeitgebern bestmöglich vorstellen zu können. Wenn es zu einem neuen Arbeitsverhältnis kommt, möchte der Arbeitgeber überwiegend im Rahmen einer Probezeit den Arbeitnehmer auf dessen Arbeitsqualitäten prüfen. Innerhalb solcher Probezeiten gelten Abweichungen von den sonst einzuhaltenden gesetzlichen Grundlagen, insbesondere hinsichtlich der Kündigung und der Gehalts/-Lohnzahlung. Auch hier können Regelungen getroffen werden, die es erschweren, dass ein Arbeitgeber sich nach der Probezeit des Arbeitnehmers ohne hinreichende Gründe zu schnell „entledigt“.
Bevor der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer kündigen kann, muss dieser zuvor grundsätzlich abgemahnt werden. Da eine solche Abmahnung die Grundlage für eine rechtmäßige Kündigung darstellt, wird diese nicht selten auch ohne hinreichenden Grund ausgestellt, gerade um den Arbeitnehmer dann vermeintlich entlassen zu können. Eine Abmahnung muss jedoch auch immer auf nachvollziehbaren Vorkommnissen beruhen. Daher ist es immer ratsam das Abmahnungsschreiben zu prüfen um festzustellen, ob ein solches überhaupt gerechtfertigt ist bzw. auf ausreichenden Grundlagen beruht.
Aufgrund der umfangreichen rechtlichen Einzelproblematiken bei arbeitsrechtlichen Angelegenheiten empfiehlt es sich immer rechtzeitig anwaltliche Beratung einzuholen, damit die Ihnen zustehenden Rechte im Arbeitsverhältnis nicht umgangen werden.

Rechtsanwälte Göbel & Partner. Rechtsanwälte für Arbeitsrecht.